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Zahnmedizin

Die Tierarztpraxis im Schwabachgrund verfügt über einen eigenen Zahn-OP. Dieser ist mit einem speziellen OP-Tisch für Tierzahnbehandlungen, einem Narkosegerät und dem dazugehörigen Überwachungsmonitor, einer Dentaleinheit auf humanmedizinischem Niveau und einer digitalen Zahnröntgen-Anlage ausgestattet.

Tierzahnheilkunde ist meine Leidenschaft!
Seit Jahren höre ich dabei jedoch immer wieder den gleichen Satz:

„Die Zähne machen wir mit, wenn mal eine Narkose nötig ist!“

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen erklären, warum diese Denkweise Ihrem Tier schadet. Ich möchte Sie mitreißen in die Welt der Tierzahnmedizin und Ihnen erklären, warum uns Zahntierärzten das Thema Zahngesundheit so am Herzen liegt und warum es für Sie, als verantwortungsvoller Tierbesitzer so wichtig ist, es ernst zu nehmen!

„Regelmäßige Kontrolle der Zähne. Ist das wichtig?“

Hunde und Katzen leiden an den selben Zahnerkrankungen wie wir Menschen. Zusätzlich gibt es noch einige tierartspezifische, die noch dazu kommen.
Sei es eine kleine, lokale Zahnfleischentzündung, Karies, ein abgebrochener Zahn, Milchzähne die nicht ausfallen, Zahnfehlstellungen, Zahnstein oder schon weit fortgeschrittene Parodontitis. All dies verursacht Beschwerden, die nicht selten auch Schmerzen verursachen. Mit Fortschreiten der Erkrankung werden auch die Beschwerden oder Schmerzen größer.

Unsere Tiere leiden lange Zeit still. Es vergehen meist Wochen, oft sogar Monate, bis die Schmerzen so stark werden, dass sich beispielsweise das Fressverhalten ändert oder die Futteraufnahme überhaupt ganz eingestellt wird.
Damit es erst gar nicht so weit kommen kann, ist eine regelmäßige Kontrolle der Zähne so wichtig.

"Jedes Tier stinkt doch aus dem Maul"

Ein gesundes Hunde- oder Katzenmaul hat einen Eigengeruch, das ist richtig, aber es stinkt nicht.
Mundgeruch oder Maulgeruch (foetor ex ore) ist immer ein Warnzeichen. Der stinkende Atem entsteht durch den bakteriellen Abbau von Futterresten auf den Zähnen in Kombination mit Plaque und geschädigtem Zahnfleisch oder geschädigten Zähnen.
Davon sind 80% aller Tiere ab einem Alter von 2-3 Jahren betroffen!
Die Folge daraus ist Parodontitis. Diese bakteriell bedingte Entzündung führt über kurz oder lang zu einer irreversiblen und vollständigen Zerstörung des Zahnhalteapparates. Es entstehen Zahnfleischtaschen, der Kieferknochen wird angegriffen und der Zahn lockert sich.
Aus diesem Grund ist es wichtig sich deutlich vor Augen zu führen, dass Maulgeruch der Anfang eines Zerstörungsprozesses an Zahn und Zahnfleisch ist.
In weitere Folge können durch ein solch entzündliches Geschehen in der Maulhöhle auch innere Organe wie Leber, Niere und das Herz geschädigt werden.

"Was macht man dagegen?"

Richtig! Zähneputzen! Ja, das ist wirklich unser Ernst! Wir zeigen Ihnen gerne wie es geht und beraten Sie umfangreich, wie Sie und Ihr Tier das lernen können!

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Wie läuft ein Zahn-Termin ab?

Egal aus welchem Grund sie zu uns kommen, wir werfen immer einen ausführlichen Blick auf die Zähne. Dabei werden Zustand der Zahnkronen, des Zahnfleisches und der Maulschleimhaut adspektorisch (optisch) beurteilt und mit Ihnen besprochen.
Anhand einer Software, die Zahnerkrankungen am Computer simuliert, besprechen wir nun das weitere Vorgehen

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Ist ein Narkose-Termin nötig, empfehlen wir eine PRE-OP-Untersuchung, die sich aus einer Blut- und Herzuntersuchung zusammensetzt und direkt bei uns in der Praxis vorgenommen werden kann. So wird das Narkoserisiko so gering wie möglich gehalten. Diese Untersuchungen werden in der Regel 1-2 Tage VOR dem Eingriff in Narkose durchgeführt.
Am Narkose-Tag selbst kommt Ihr Tier nüchtern (12h) mit Ihnen in die Praxis. Es wird gewogen, um die Narkose berechnen zu können. Anschließend untersuchen wir nocheinmal den Kreislauf und Allgemeinzustand ihres Tieres und legen dann einen Venenkatheter/Zugang. Über diesen Zugang werden die Anästhesie-Medikamente und die Infusion während des Eingriffs verabreicht. Ihr Tier erhält – falls nötig – schon vor den Eingriff Schmerzmittel, damit diese entsprechend wirken können. Anschließend wird ihr Tier intubiert, das heißt ein biegsamer Schlauch in den Anfangsteil der Luftröhre eingeführt, über den das Narkosegas vom Narkosegerät anschließend eingeatmet wird. Im Zahn-OP angekommen wird Ihr Tier warm eingepackt, an Narkosegerät mit zugehöriger Überwachung und an die Infusion angeschlossen.
Dann starten wir mit dem ersten Schritt jeder Zahnbehandlung:
dem dentalen, intraoralem Röntgen.

Wir fertigen digitale, intraorale (in der Maulhöhle) Röntgenbilder aller Zähne an, um auch die Wurzeln beurteilen zu können. Sich rein auf die Beurteilung der sichtbaren Zahnkrone zu verlassen wäre, als würde man nur die Spitze des Eisberges sehen.

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Anschließend besprechen wir mit Ihnen als Tierbesitzer kurz das weitere Vorgehen. Die Röntgenbilder liefern uns klare Vorgaben für die Behandlung, es ist uns aber dennoch wichtig, dass sie dieser auch zustimmen und wir einen gemeinsamen Weg gehen.

Ist der Patient entsprechend versorgt, kommt er zum Aufwachen in eine wärmeneutrale Aufwachbox und wird dort entsprechend betreut.
Ist Ihr Tier wieder ansprechbar, bei Bewusstsein und der Kreislauf stabil, können Sie es abholen. Wir besprechen dann noch einmal die stattgefundene Behandlung und das weitere Vorgehen mit ggf. nötigen Nachbehandlungen.

Kaninchen und Meerschweinchen als Zahnpatienten

Kleine Heimtiere leiden häufig unter zu langen Schneidezähnen oder Spitzen der Backenzähne. Dies stellt nicht selten einen lebensbedrohlichen Zustand dar, da die kleinen Fellnasen immer fressen müssen, um das Regelwerk ihres komplexen Verdauungstraktes aufrecht zu erhalten.
Wir möchten mit Ihnen gemeinsam der Ursache für Zahnfehlstellungen- oder problemen auf den Grund gehen und nach einer langfristigen Lösung suchen.
Häufig ist für eine ausführliche Inspektion und Untersuchung der Zähne eine Sedation/Narkose nötig. Damit wird der Stress während der Untersuchung deutlich reduziert und es kann die nötige Behandlung sofort angeschlossen werden.
Schneidezähne kürzen wir ausschließlich mittels rotierender Diamanttrennscheibe unter Wasserkühlung.

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